Der Tag begann vielversprechend. Die Temperaturen waren angenehm warm, sodass ich schon früh meine Windjacke ausziehen konnte. Die Fahrt führte mich durch die beeindruckende Camargue, wo ich Stiere und Pferde in weiter Ferne beobachten konnte. Die Landschaft hier ist flach und erstreckt sich endlos – man hat das Gefühl, Besucher schon zwei Wochen im Voraus sehen zu können. Ein besonderes Highlight waren die Flamingos, die ich unterwegs entdeckte.
Mein nächster Halt war Aigues-Mortes, der Hauptort des Arrondissements Nîmes. Dieser Ort ist wirklich ein Juwel. Besonders beeindruckend ist der Wehrgang mit seinen drei Ecktürmen und Toren, wie dem Porte des Moulins. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Altstadt, die Camargue und die beeindruckenden Salzberge der Salins du Midi. Ich nutzte die Gelegenheit für eine Kaffeepause und genoss die Aussicht.
Nach der Pause ging es weiter auf die Strecke. Die Orientierung im starken Verkehr und den vielen Straßen war eine Herausforderung. Beim Abbiegen in La Grande Motte passierte es dann: Ein Fahrfehler führte zu einem harten Sturz. Nach dem ersten Schock checkte ich meinen Zustand: Bis auf eine Abschürfung am rechten Knie war ich glücklicherweise unverletzt. Auch mein Fahrrad hatte nur einen verdrehten Lenker – Glück im Unglück.
Trotzdem setzte mir der Sturz zu, und ich musste kämpfen, um mein Tagesziel in Adge zu erreichen. Jetzt heißt es erst einmal, sich ein wenig Selbstmitleid zu gönnen. Aber morgen geht es weiter – nur noch zwei Tage bis Spanien!

















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