Der neunte Tag meiner Radreise nach Lissabon begann mit einer durchwachsenen Nacht, was den Start in den Morgen nicht gerade einfacher machte. Zudem musste ich gleich zu Beginn einen Schlauchwechsel am Hinterrad vornehmen, wodurch sich mein Aufbruch verzögerte. Der Aufbau des Marktes, der bereits um halb fünf Uhr morgens begann, war leider auch deutlich zu hören und trug nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei.
Schon von Beginn an merkte ich, dass meine Beine heute nicht wirklich in Schwung kommen wollten. Solche Tage gibt es bei mir immer wieder, und vielleicht lag es daran, dass ich heute 20 Kilometer vor dem Ziel die Steigung zur Grenze nach Spanien zu bewältigen hatte. Der Druck auf das Pedal war einfach nicht da, und der wirklich lästige Gegenwind machte die Sache nicht besser. Vielleicht war das auch ein Vorgeschmack auf das, was mich in Spanien erwarten würde.
Trotz der Anstrengungen gab es auch positive Momente. In einem kleinen Kaffee trank ich einen Kaffee und dazu ein Pepsi. Die nette Dame füllte sogar meine Wasserflaschen frisch auf, was eine willkommene Geste war. Dann ging es weiter auf einer einsamen alten Straße hoch zur Grenze. Die Steigung war mir am Ende zu steil, also schob ich mein Rad – was soll’s.
Der Grenzübertritt nach Spanien war emotional ein besonderer Moment für mich, da ich damit ein neues Fahrradland betrat. Die Hektik und der Verkehr sind eine Hausnummer. Dennoch alle Achtsam aber nichts für Anfänger auf dem Rad. In der Unterkunft wurde ich dann am Ende des Tages sogar auf Deutsch begrüßt, was zu einem netten Gespräch führte. Nachdem ich meine Wäsche gewaschen hatte, ging es bald ins Bett. Morgen stehen etwas mehr Kilometer an, und es wird ähnlich auf und ab gehen.
Insgesamt war es ein unter diesen Umständen guter Tag.











