Tag 16/ „Gibraltar hautnah: Seilbahnfahrten, Berberaffen und britische Akzente“

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Gibraltar ist ein Britisches Überseegebiet an der Südspitze der Iberischen Halbinsel. Es ist bekannt für den Felsen von Gibraltar, einen massiven Kalksteinfelsen, auf dem sich ein Naturschutzgebiet mit einer bedeutenden Population von Berberaffen befindet. Die strategische Lage Gibraltars an der Straße von Gibraltar, die das Mittelmeer mit dem Atlantischen Ozean verbindet, macht es zu einem wichtigen Ort für Handel und Militär. Täglich pendeln über 15.000 Menschen aus Spanien über die zweitkürzeste Grenze der Welt, um auf der Halbinsel zu arbeiten, was die enge Verflechtung der Bevölkerung und Wirtschaft der gesamten Region unterstreicht. Gibraltar importiert jedes Jahr Waren im Wert von 1,5 Milliarden Euro aus Spanien.


Heute war Ruhetag angesagt, und der Ausflug nach Gibraltar stand natürlich auf dem Programm. Man läuft hier wie auf einer Ameisenstraße den Weg zum Grenzübergang entlang. Ein von Weitem erkennbarer Pass oder Personalausweis wird einfach weitergewunken – so viel zur strengen Grenzsicherung! Sonst sucht man vergeblich nach aufwendigen Kontrollen bei der Einreise nach Gibraltar.

Danach ging es die Main Street entlang bis zur Seilbahn, die mich auf „The Rock“ bringen sollte. Um halb zehn ging es mit der ersten Gondel hoch. Ohne vorher kräftig zu schlucken, kostet dieser Ausflug, umgerechnet mit dem Eintritt zum Naturpark, doch 51 Euro. Ehrlich gesagt, für keine sechs Minuten einen Berg hoch! Nun ja, der Ausblick entschädigt für diesen kleinen Schock.

Auf dem Weg ins Tal trifft man dann auf die berühmten Berberaffen. Unverhofft tauchen sie auf, zeigen den Touristen die kalte Schulter und wirken eher genervt von den Menschen, die sich auch mit dem Taxi hochfahren lassen.

Nach dem Abstieg kam ich in ein hektisches, lautes Gibraltar, wo nicht alles sehr britisch ist. Telefonzellen und Schuluniformen – ja. Aber der Verkehr fährt rechts! Dieser Vormittag war mir dann doch etwas stressig, und ich überquerte erneut die Grenze. Da ich nur 100 Meter von der Grenze entfernt meine Unterkunft habe, nutzte ich das für einen kleinen Powernap.

Am späteren Nachmittag war dann Aktivierung für den nächsten Tag angesagt. Ich bin dann mit dem Rad nochmal rüber und habe Gibraltar umrundet, auch den neuen Tunnel unter der Start- und Landebahn befahren. Das war eine gute Idee, und ich bin froh, das gemacht zu haben. Gibraltar hat auf engstem Raum auch ein paar nette Plätzchen, wo man abseits des großen Trubels ist.

Morgen geht es dann weiter nach Marbella. Es geht jetzt langsam, aber stetig dem Ziel Barcelona entgegen.

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