Tag 21/ Von Umluft und Ausblicken, mein Tag als einziger Tourenfahrer

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Heute Morgen um 7:30 Uhr war es soweit: Abfahrt! Das Wetter zeigte sich von seiner kühleren Seite, und ich dachte mir: „Ach was, scheiß Wetter heute?“ Doch weit gefehlt! Es sollte ein Tag werden, an dem ich mich wie ein Grillhähnchen fühlte – von links der Berg, von rechts die Sonne, von oben die Hitze und von unten der Asphalt. Dazu ein Lüftchen, das sich anfühlte wie Umluft bei knapp 40 Grad. Perfekt!

Der Beginn der Tour hatte es landschaftlich wirklich in sich. Zuerst passierte ich eine Hotelruine, die illegal gebaut und dann sich selbst überlassen wurde. Seitdem verrottet das Bauwerk vor sich hin – ein mahnendes Denkmal für gescheiterte Träume und Bauvorschriften. Doch dann kam die erste spektakuläre Auffahrt: Die Straße schlängelte sich den Berg hinauf in unendlichen Kurven. Schon von ganz unten konnte man sehen, wo es langging – motivierend war anders, aber der Ausblick oben war die Belohnung wert.

Wie ein Freund immer sagt: „Nach dem Anstieg kommt die Abfahrt.“ Und so war es auch. Doch jeder weiß, dass das Ganze ein Wechselspiel ist. Kaum war man unten, ging es schon wieder hoch. Trotz der Anstiege war es ein super Tag. Ich fuhr direkt am Meer entlang, genoss den Blick von oben auf den Strand und radelte durch gefühlt ewig lange Orte. Eine Pause mit Twix und Mineralwasser war genau das Richtige.

Hotels und Badestrände gaben sich hier ein Stelldichein, und die Sonne rückte alles ins rechte Licht. Radler sah man weniger, es waren allesamt Einheimische. Den letzten Tourenfahrer hatte ich in Tarifa getroffen – vielleicht war ich ja heute der einzige Verrückte auf zwei Rädern.

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