Tag 4/ Von frostigen Blicken und steilen Hügeln

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Der Tag begann mit einer Prise „Distanz“, um es mal höflich auszudrücken. Die Damen am Empfang und beim Frühstück hätten auch aus Eis gemeißelt sein können. Ein freundliches „Guten Morgen“? Fehlanzeige! Und beim Auschecken? Da war das Fernsehen und ihr eigenes Frühstück offensichtlich spannender als meine brennende Frage, ob sie meine Euromünzen in Scheine wechseln könnten. Ich frage mich ernsthaft: Ist mein Englisch wirklich so schlecht, oder habe ich etwa unsichtbare „Bitte nicht beachten“-Schilder an mir?

Aber genug der frostigen Begrüßung, denn um halb neun ging es endlich los. Mit dem beruhigenden Wissen, dass ich nur etwas mehr als 60 Kilometer vor mir hatte, war der Druck eher gering. Doch oh, wie ich mich täuschte! Die heutige Fahrt hatte so einige Überraschungen parat – oder besser gesagt: Rampen. Kurz nach Nazaré, wo übrigens das Beachsoccer-Turnier 2025 stattfindet, ging es auch schon mit den ersten zwei Kilometern bergan. Und mit „bergan“ meine ich nicht so ein kleines Hügelchen, sondern eine Steigung, die sich schon mal im zweistelligen Bereich tummelte. Witzig? Naja, ich habe die Strecke selbst geplant und wollte ja küstennahe fahren. Also, selbst schuld!

Oben angekommen ging es dann zwar schnell wieder runter, aber ratet mal, was danach kam? Richtig, wieder bergan! Trotzdem habe ich einige wunderschöne Ecken gesehen, Schotterpisten bewältigt und sogar eine Standpiste gemeistert. Und dann, wie aus dem Nichts, tat sich Peniche vor mir auf – das Surfer-Mekka schlechthin. Unfassbar viele junge Leute, jeder mit einem Surfbrett unter dem Arm, laufen hier herum. Man fühlt sich fast wie in einer anderen Welt.

Der Weg zu meinem Quartier war dann zum Glück nicht mehr weit. Und nur 100 Meter weiter erwartete mich ein atemberaubender Ausblick. Also, alles in allem ein Tag voller Höhen und Tiefen – im wahrsten Sinne des Wortes!

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