Tag 6/ Ein Tag der Kontraste!

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Heute war ein Tag, der von Kontrasten geprägt war. Einerseits war es ein Tag voller Herausforderungen und schöner Momente auf meiner Radreise von Porto nach Barcelona, andererseits wurde dieser Tag von einer tragischen Nachricht aus meiner Heimat Österreich überschattet. Ein Amoklauf an einer Schule hat viele Leben für immer verändert und lässt mich mit tiefer Trauer und Mitgefühl zurück.

Die Etappe nach Lissabon

Bei kühleren Temperaturen und bedecktem Himmel startete ich in meine heutige Etappe mit dem Ziel Lissabon. Die rund 90 Kilometer lange Strecke war besonders in den ersten 35 Kilometern bis zum Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt auf dem europäischen Festland, mit zahlreichen Höhenmetern gespickt. Es war eine echte Herausforderung, doch mit dem Ziel vor Augen lief es leichter als gedacht – wenn auch nicht weniger anstrengend.

Am Cabo da Roca angekommen, hatten sich die Wolken verzogen und die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite. Dieser beeindruckende Felsvorsprung stand im wahrsten Sinne des Wortes im Rampenlicht. Genau zwei Jahre nach meinem Besuch am Nordkap stand ich an einem weiteren geografischen Extrempunkt auf dem Festland. Unzählige Touristen tummelten sich hier, um Fotos zu machen und den Moment festzuhalten. Nach einem kurzen Durchatmen und dem Genuss des Gefühls, es bis hierher geschafft zu haben, ging es weiter nach Lissabon.

Die Ankunft in Lissabon

Nach einem weiteren Anstieg folgte eine gefühlte Ewigkeit bergab. Auf Meeresniveau angekommen, waren es noch einmal 40 Kilometer bis nach Lissabon. Dort angekommen, stand noch eine Aufgabe auf dem Programm: die Suche nach meiner Unterkunft. Doch auch diese Herausforderung konnte ich meistern.

Am Abend hatte ich das Vergnügen, Silke und Mathias wiederzusehen, die ich in Norwegen kennengelernt hatte. Auch sie waren wieder auf Tour und wir hatten uns kurzfristig in Lissabon verabredet. Es war eine schöne Zeit und ein netter Plausch. Danke euch für dieses Treffen und die schöne Zeit. Ich wünsche euch noch viele schöne Tage hier in Lissabon.

Ein Tag der Kontraste

Eigentlich war es ein Tag voller Freude und schöner Momente. Doch die Nachricht vom Amoklauf in meiner Heimat hat alles in den Hintergrund rücken lassen. Es ist schwer, die Freude über die erreichten Ziele und die schönen Begegnungen zu genießen, wenn gleichzeitig so viel Leid und Schmerz in der Welt existieren. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien, und ich hoffe, dass wir alle zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen in diesen schwierigen Zeiten.

Möge die Erinnerung an die schönen Momente uns Kraft geben und uns daran erinnern, dass das Leben trotz aller Herausforderungen und Tragödien auch wundervolle Augenblicke bereithält.

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