In dem Kabinett, in dem ich eigentlich schlafen sollte, habe ich eher wenig Schlaf gefunden, denn die Spanier wissen, wie man das Wochenende feiert – und zwar bis in die frühen Morgenstunden. Gegen halb fünf zogen sich endlich die letzten Feiergäste zurück, und ich konnte mich auf das eigentliche Abenteuer vorbereiten: das Zimmer selbst.
Das Waschbecken war so klein, dass ich mir nicht einmal das Gesicht waschen konnte, ohne eine Überschwemmung auszulösen. Die Toilette musste ich rückwärts ansteuern, und die Dusche? Nun, sie war auch da. Doch der Start war heute kurz nach sieben, und ich hatte einen langen Tag vor mir.
Die ersten 35 Kilometer verliefen wie von selbst, dank einer tollen Wegführung. Doch dann begann der Abschnitt durch den Naturpark. Ich bin ja kein Weichei, aber dieser Teil war schon grenzwertig für mich. Der grobe Schotter und die sehr holprige Piste verlangten mir einiges ab, besonders die Konzentration, um nicht alles einfach in den Graben zu werfen. Doch dann kam wieder eine schöne Aussicht, und die Strapazen waren vergessen.
Nach diesem Abschnitt waren die letzten 48 Kilometer durchwegs flach. Es lief einfach gut, und am Ende hatte ich sogar Rückenwind. Das Wasser lief aus dem Helm, und ich war froh, diesen harten Tag geschafft zu haben. Jetzt heißt es für die letzten Kilometer nochmal alle Kräfte zu bündeln und den Fokus zu halten.








