Tage 63 & 64 (6. – 7. Juli 2022) Zwei sehr heiße Tage von Nürnberg bis Passau, insgesamt rund 280 Kilometer. Was am Main-Donau-Kanal dennoch gut ist: Er ist komplett flach, bis auf die paar Staustufen, bei denen man gut 24 Meter hoch muss. Doch das ist wirklich nur zweimal der Fall. Nach der Wasserscheide Rhein-Donau geht es bei den nächsten Staustufen wieder bergab.
Der Weg führte mich an einem Monument aus Beton und Granit vorbei. Ich konnte mit diesem Kunstwerk nichts anfangen. Aber Kunst ist eben Kunst, sie kann, muss aber nicht gefallen. Etwas Besonderes an diesem Tag waren die vielen Wildgänse am Wegesrand. Sie ließen sich sonnen und nur ungern von einem Radler aus Österreich stören. Ihren Unmut bekundeten sie durch lautes Fauchen.
Auffällig war auch, dass sehr viele Radler unterwegs waren. Die Strecke ist, wie bereits gesagt, sehr leicht zu bewältigen. Was für mich allerdings schon vor Nürnberg belastend war, ist, dass der Rahmen leider auf der rechten Seite bei der Sattelstütze erneut eingerissen ist. Erfreulich ist zumindest, dass es nur eine Seite betrifft. Also wieder mit einem Spanngurt fixieren und hoffen, dass das irgendwie hält. Das tut es jetzt auch schon seit drei Tagen. Weniger prickelnd ist dieses Knacken. Ich versuche alles, um das Teil heimzubekommen.
Heute Morgen in Regensburg beim Kaffee dann eine tolle Geste einer Zuhörerin am Nebentisch: Ich hatte mich gerade mit zwei Reisenden, die mit E-Scootern unterwegs waren, unterhalten und meine Geschichte sowie das Projekt erzählt. Da kam ein 10-Euro-Schein vom Nebentisch. Ich sage an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Dominika. Echt toll!
Bei Sonnenschein und dem Knacken ging es dann weiter bis Passau. Was man auf so einer Reise alles erlebt, ist schon unglaublich. Und oft fragt man sich, wenn man andere auf dem Rad sieht: Tut das eigentlich weh oder macht das Spaß? Egal, jeder, wie er will und möchte.
Auf alle Fälle ist Österreich im wahrsten Sinne des Wortes nur noch einen Steinwurf entfernt. Die nächsten Tage fahren Freunde von Passau bis Melk mit. Ich freue mich, und ab Sonntag kann jeder, der will, dazukommen und die letzten Meter bis Melk mitfahren.
Wie das geht: Am Samstag werde ich meinen Live-Standort per Google Maps teilen. Wo wird er geteilt? Auf WhatsApp, Instagram und Facebook sowie auf reinontour.com. Dazu auch den Streckenverlauf, wie wir fahren werden. Jeder, der möchte, kann sich dann auf dem Weg nach Melk anschließen und mit uns bis zum Hauptplatz fahren. E-Bike, Rennrad, Citybike, Trekkingrad – komplett egal.
Bis bald!















