Kurzer Tag und vielleicht doch schon zu weit?

am

12. Tag: Saint Germain du Seudre – Bordeaux 115 km/ Also unfassbare Glück was einen widerfährt auf einer solchen Reise. Im Nirgendwo wo gar nix ist, also wirklich nix, ein Bed & Breakfast gefunden das einfach himmlisch war. Der Vermieter ein Engländer aus London hat sich ein Häuschen dort gekauft, aus dem 18 Jahrhundert. Liebevoll eingerichtet und daraus ein Schmuckstück gezaubert. Heißen tut diese Unterkunft „La grange“. Also sollte jemand mal in der Gegend zwischen Royan und Bordeaux sein, versucht dort unterzukommen. Auf alle Fälle war es für mich English Lesson. Am Abend bei der Anreise und heute beim Frühstück. Unfassbar wie nett der Mensch war und mein schlechtes Englisch weg gelächelt hat. Ebene ein Sir!  Danach ging es aus dem Nirgendwo an die Gironde zurück um dann dieser bis Blaye zu folgen. Wobei folgen nicht so einfach ist wie es klingt, waren aufgrund von den vielen Salzwiesen und dem Kraftwerk Le Blayais die Wege doch deutlicher weiter weg als erhofft. Am Weg nach Bordeaux kletterte das Thermometer deutlich nach oben. Die Luft wird wärmer man hat das Gefühl das alles und jedes die Wärme wieder abgibt. Auf einer ehemaligen Bahntrasse ging es eben nach Bayle. Haben die doch aufgrund von Baumwurzeln immer wieder den kompletten Belag ausgefräst, und hier bekommt das Wort Fräskante auch gleich eine Fallhöhe. Also immer wieder versucht diese Stufe am Rand auf dem schmalen Wiesenstreifen auszuweichen. Bei diesem hoch und runter kommt schon das Bedürfnis auf mit dem Bauarbeiter ein Korrekturgespräch zu führen. Die haben aber scheint es einen Hitzefeiertag eingelegt, weil von Baustelentätigkeit weit und breit keine Spurt. In Bayle dann in den Schatten verzogen, Pause gemacht um dann die zweite Hälfte der Tagesetappe anzugehen. Bei dem durchfahren durch diese kleinen Orte beschleicht einen das Gefühl das hier keiner mehr wohnt. Oder so wie früher im Wilden Westen, wenn Django in die Stadt einreitet das alle Fensterläden geschlossen werden. Nun heute fühlte ich wie Django! Alles in allem ein ruhiger Tag sieht man wie zu erwarten war auf die Einfahrt nach Bordeaux ab. Jede Großstadt hat seine eigenen Gesetze. Und ganz ehrlich ich bin froh neben der Karte vorne am Lenker auch das Navi zu haben. Am Abend noch eine Runde an der Garonne durch Bordeaux gelaufen. Unfassbar viele Menschen, dazu laufen hier alle die Brücke rüber die anderen herüber, dazwischen die Mädels gestylt auf dem Fahrrad oder Motorroller, um sich mit den Radkurieren und ihren Essenstaschen auf dem Rücken, die Straße zu teilen. An jeder Ecke ein kleines Resteraunt und jeder ist auf der Straße. Komplettes Kontrastprogramm zum gestrigen Abend in Nirgendwo.

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