Kitschiger Ausblick bei 45 Grad!

19. Tag: Cannes – Meton 80 km/ Die Müdigkeit ist schon deutlich spürbar. Dazu kommt die Hitze die auch am heutigen Tag noch nachlegte. So ging es heute in Cannes schon kurz vor 8 Uhr los. Vor dem wegfahren nochmal der Radcheck, Schaltung leicht justieren, Kette und Zahnkranz säubern um die Energie auch auf die Straße zu bringen. In den Morgenstunden war schon Betrieb am Strand. Der Reiningsdienst hat schon tolle Arbeit geleistet, der Strand war schon fertig und der Boulevard wurde gerade mit Wasser abgespritzt. Die Menschen waren schon mit ihren Badesachen zum Strand unterwegs, während andere noch ihren morgendlichen Sport absolvierten. Der eine oder andere war noch von der letzten Nacht übergeblieben und schlief noch. Um diese Uhrzeit zeigte sich schon das auch an diesem Tag das Thermometer über die 40 Grad klettern sollte. Es ging an der Straße entlang und das sollte mich aufgrund der Enge zwischen den Bergen und dem Meer bis zum Tagesziel begleiten. Nach knapp der 40 Kilometern stand ich in Nizza. Unfassbar was da los ist. Wieviel Menschen sich hier Tränen und durch die Straßen schieben. Ich hatte Glück und fand einen schönen Schattenplatz. Dort war mal Pause und Essen angesagt. Die Kulisse wirkt schon kitschig, denke aber das es im Frühjahr vielleicht noch etwas schöner ist hier. Zur Zeit Hochsaison und das wirkt sich natürlich aus. Danach ging es weiter gegen den Osten. Die erste spürbaren Aufstieg standen an und die hatten es in sich bei der Hitze. Zudem auch noch das Verkehrsaufkommen. Was sich die Fußgänger auf den Gehsteigen drängten, war auf der Straße mit PKW, Motorroller und Radfahrern voll. Obwohl so dichter Verkehr gab es keine einzige enge Situation. Muss hier auch mal ein Lob aussprechen an die Lenker ihrer Fahrzeuge. Immer wachsam und gelassen. Danke! Über Villefranche und Beaulieu sur Mer ging es weiter nach Cap-d Ali. Ein weiterer Anstieg kurz vor Monte Carlo sorgte nochmals für eine Pause. Im Schatten eines Parkplatzes war bei dem Snackstand, eine Eispause angesagt. Dort eine Familie aus der Steiermark, Bad Aussee getroffen. Die drei waren sehr nett und es ergab sich ein netter Plausch. Wünsche den dreien noch eine gute Fahrt nach Spanien und eine schöne Zeit. Nach den letzten Metern bergauf, lief es dann nach Monte Carlo  allein hinunter. Bei einem Kreisverkehr bog ich dann links ab und fuhr quasi einen netten Mann in Uniform direkt in die Hände. Er fragte mich wo ich den hinmöchte? Gerne in das Zentrum der Stadt! Monsieur, hier geht es zum Palast, da können Sie nicht mit der Rad fahren. Sie können gerne dort vorne die nächste Möglichkeit links nehmen dann kommen Sie in die Stadt, ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.
So was von nett aber ganz klar bis hier her und nicht weiter. Dann im Hafen von Monte Carlo gestanden. Also schon beeindruckend wenn man da live sieht und nicht nur aus dem Fernsehen. Unglaublich Eng, unfassbar viel Verkehr, unerträglich laut und unverschämt viel Reichtum um Hafen zu sehen. Um aus Monte Carlo rauszukommen um meinen Zielort Meton zu erreichen musste man, richtig, wieder hoch. Zwar nicht so viel wie die Steigungen davor, aber hier geht’s wirklich hoch. Nachdem dieser Abschnitt auch absolviert war war es ein hineinrollen nach Menton. Der Ausblick von der Straße über der Bucht ist schon kitschig. Kann verstehen das man sich in diese Gegend auch verlieben kann.
Morgen geht’s mit dem Zug nach Verona, versuche der Hitze hier zu entkommen und habe meinen Tour Plan verändert. Werde dann noch weiter bis Innsbruck fahren und dann am Inntalradweg über Passau nach Hause. Das Etschtal in Südtriol muss warten.

 

 

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