Nachdenken und inne halten, bevor es durch das Hügelland ging.

5.Tag: Rechnitz – Bad Radkersburg 104 km/

Herrlich erfrischend war es am Morgen. Der Regen in der Nacht und die Front brachten einen deutlichen Sturz der Temperaturen.

Nach einem guten Frühstück wo neben den Tageszeitungen auch der Folder von R. E. F. U. G. I. U. S der Rechnitzer Fluchtlings und Gedenkinitiative über das Jüdische Rechnitz informiert. Dieser Verein ist auch verantwortlich für die Gedenkstätte Kreuzstadl. Nur ein paar Meter aus dem. Ortschaft raus ist er nicht zu übersehen. Was sich dort vor 75 Jahren ereignet hat kann man auch nicht fassen. Das Mahnmal steht für die Opfer des Südostwallbaus.

In der Nacht vom 24. auf den 25. März 1945 wurden ungefähr 180 kranke und körperlich geschwächte ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter in der Nähe des Kreuzstadls in Rechnitz ermordet und verscharrt. Die Töter haben zuvor am NSDAP-Kameradschaftsfest im Schloss Bátthyány teilgenommen. Am Abend des darauf folgenden Tages wurden beim Schlachthaus weitere 18 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter ermordet, die am Vortag Totengräberdienste leisten mussten.

Nach dem Krieg war das Verbrechen Gegenstand zweier Prozesse. Drei Personen wurden damals verurteilt die Hauptverdächtigen wurden jedoch nie ausfindig gemacht. Trotz intensiver Suche und zahlreichen Grabungen konnten die Grabstellen bis heute nicht gefunden werden.

Das Thema wurde dort sehr gut aufbereitet. In großen Tafeln wird die Zeit damals dargestellt. Auch Zeitzeugen Videos kann man dort sehen. Für mich kann ich nur sagen da ist wirklich was beeindruckendes passiert und lässt die Menschen und Opfer von damals nicht vergessen.

Nach diesem Auftakt waren die folgenden Kilometer auch gut das Gesehene und gelesene zu verarbeiten.

Ich merkte erst nach ein paar Kilometern das mich ein Rückenwind antrieb und mir deutlich Unterstützung gab. An den Tag war es auch ein auf und ab mit teilweise kurzen knackigen Anstiege und schönen längeren Abfahrten. Über Güssing und Jenneradorf ging es dem Etappenziel immer näher. Auch einen Ausflug zu den Nachbarn in Slowenien stand auf der Streckeplanung. Es ging immer mehr hoch um dann auf dem Bergrücken oder Hügelrücken entlang zu fahren. Der Ausblick. Von da oben immer wieder ein Erlebnis und zeigte die Schönheit der Landes. Heute war schon früh Schluss, kurz nach 16 Uhr schon im Quartier und somit Zeit zum erholen für den langen Tag morgen.

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