Planänderung in der Tour und lockeres ausradeln nach gestern.

7.Tag: Leoben – Bretstein 95 km/

Heute schwer in die Gänge gekommen. Zum einen lag es sicherlich auch an den Tageskilometern von gestern aber auch sicher an der mangelnden Schlafqualität seit Tourbeginn. Ich habe mich vor der Tour gefragt was es mit mir macht. Das Thema und die einzelnen Orte mit ihren Geschichhten.

Ich denke das ich nicht nur am Rad verarbeitet sondern beim Bericht schreiben dann nochmal alles intensiver hochkommt. Weiß nicht ob das eine Erklärung sein kann aber ich ordne das jetzt mal für mich so ein. Wenn jemand einen anderen Ansatz dazu hat dann bitte um Vorschläge.

Ansonst heute ein perfekter Start in einen wundervollen Tag. Frühstück der anderen Art, in einem. Hof unter einem Zelt. Ja mal was anderes. Erst um halb neun dann auf den Rad und somit wiedermal spät gestartet. Über St. Martin, St. Stefan ging es Judenburg entgegen. Das Murtal öffnet sich zunehmend. Ein entspanntes Radeln heute trotz der Nähe der Autobahn. Ich habe den heute geplanten Besuch in Eisenerz auf einen der letzten Tage verschoben und somit meinen Plan geringfügig verändert. Eisenerz werde ich dann über Hieflau anfahren wenn ich dann in das Ennstal fahre.

Die Entscheidung die Tour etwas anzupassen war für heute die richtige . So ließ ich es ruhig angehen mit mehreren Pausen und wirklich sehr gemütlich und alles in allem bis zum Etappenziel einfach nur schön und entspannt ausradeln. Wobei ausradeln dann die letzten gut 20km nicht mehr war. Möderbrugg stieg die Strecke schleichend an. Ab den Abzweig nach Bretstein wurde es noch etwas mehr und ab dem Ort dann bis zum ehemaligen KZ Aussenlager Bretstein dann nochmal mehr an Steigung. Wie sehr würde erst beim retour fahren in das heutige Quartier bewusst. Bis auf zwei kurze Passagen war nur flottes dahinrollen angesagt.

Beim ehemaligen Lagergelände kann man noch die Versogungsbaracke an einzelnen Mauerresten erkennen sowie auch die Lagerstiege. Auf dem Gelände ist ein auch Gedächnis Plan eines ehemaligen Häftlinge zu sehen, wie es hier damals ausgesehen hat. Bretstein war neben Vöcklabruck in Oberösterreich eines der ersten Aussenlager von dem Komplex Mauthausen / Gusen.

Die Häftlinge im Außenlager Bretstein waren zum überwiegenden Teil Republikanische Spanier, die nach ihrer Flucht in Frankreich verhaftet wurden. Außerdem waren einige Zeugen Jehovas im Außenlager Bretstein interniert. In den Jahren 1941 und 1942 gab es mehrere Fluchtversuche, trotz geringer Erfolgsaussichten. Der Höchststand an Häftlingen im Außenlager lag bei etwa 80 Internierten. Laut Historikern wurden insgesamt mindestens 170 Häftlinge ins Außenlager Bretstein überstellt.

Trotz der Abgeschiedenheit ist von Beginn an des Tales schon ein Hinweis auf diese Gedenkstätte. So geht auch zur Geschichte stehen.

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