Kaum in Worte zu fassen

13.Tag: Wels – St. Valentin 96km/

Der Tag begann mit einer kleinen Stadtrundfahrt durch Wels zum Schloss Pollheim. Dort hat die Stadt ihr Gedenken an die KZ Aussenlager Wels I und Wels II installiert. Im Welser Stadtzentrum wurde 1949 von der Stadt Wels ein Denkmal für die KZ-Opfer errichtet. Die im Pollheimerpark installierte Keramikskulptur wurde vom Linzer Bildhauer Josef Scheiblhofer gestaltet.

Dazu gibt es in Wels auch den Erinnerungsweg. Dieser soll an Welser Bürgerinnen und Bürger erinnern, die auf Grund ihrer Abstammung oder ihres politischen Widerstands Verfolgte und Opfer des Nationalsozialismus wurden. Insgesamt besteht der Erinnerungsweg aus elf Stationen. Es handelt sich dabei um Gebäude, in denen Opfer faschistischer und/oder faschistoider Regierungssysteme in Wels gewohnt oder auch gearbeitet haben. Auf speziellen Tafeln sind in Kurzform die wichtigsten Daten über die betreffende(n) Persönlichkeite(n) nachzulesen.

Mein Weg führte mich dann weiter zum Schloss Hartheim. Schloss Hartheim war kein Aussenlager, nein es wurde in den Jahren 1940 bis 1944 von einer Pflegeanstalt zu einer Tötungsanstalt.

Das NS Euthanasieprogramm wurde in den Jahren 1940 bis 1941 dort durchgeführt und Schloss Hartheim war eine von sechs Tötungsanstalten im Deutschen Reich. Es wurden dort Menschen mit Körper – Behinderung, psychischen – Behinderungen und Menschen mit Lernschwierigkeiten getötet.

Nachdem sich spät aber doch durch die Kirche widerstand erhob und möglicherweise auch durch den Feldzug gegen Russland um die Heimat geschlossen hinter dem Feldzug zu wissen, wurde dieses Programm dann eingestellt. Das Morden ging dennoch weiter. Danach wurden dann KZ Häftlinge aus Mauthausen, Gusen, Dachau und Ravensbrück sowie Zwsbfsarbeiter*innen an diesem Ort getötet.

Hartheim kann man durchaus auch als Schule des organisierten Massenmordes bezeichnen. So waren es die bekannten Täter wie Stangl, Wagner oder Wirth die hier die systematische Ermordung später in den Vernichtungslagern in Treblinka und Sobibor umsetzten.

Harte Kost und schwer vertraulich und es macht einen so fassungslos.

Es ist dann schwer einfach so wieder in den Alltag überzugehen. Mein Weg führte mich sehr nachdenklich weiter an die Donau. Über Ottensheim bis Linz. In Linz war mein Ziel saß Zeitgeschichtemuseum der VoestLinz. Die ehemaligen Göring Werke befassen sich in einer Dauerausstellung über die Zwangsarbeit in der NS Zeit. Doch die Anfahrt war umsonst. Das Museum hat nur zu bestimmten Zeiten geöffnet oder gegen Voranmeldung für Gruppen. Leider erreichte ich auch mit Telefonaten keine Öffnung. Ich komme wieder.

Über Enns wo es keinen Gedenkstein gibt, weil man sich auch nicht sicher ist ob es ein KZ Aussenlager Enns gegeben hat oder ob es er in Aussrnkommandfo von Mauthausen war die hier zum Einsatz kamen. Ich finde es ist nicht wichtig was es war, es war und das ist ein Gedenken wert.

An meinem Etappenziel in St. Valentin besuchte ich die Gedenkstätte des KZ Aussenlager St. Valentin. Dort wurde am Anna Strassee Platz ein Platz gestaltet der klar macht was hier damals in den Nibelungenwerk passierte. St. Valentin ist was das Gedenken betrifft wirklich sehr offen. Ein Denkmal für den Widerstand gleich neben dem Bahnhof sind ein Zeichen für ein erinnern und mahnen.

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