Heute war die Luft raus, und doch das Ziel erreicht.

18.Tag: Szczecin – Frankfurt/Oder 176km/ Heute hatte ich es lustig, und noch dazu wegen mir ganz alleine. Nach dam Frühstück holte ich ein Rad und siehe da es war die Luft raus am Hinterrad. Na ganz toll, denn da ich konnte mich kurz vor dem Ziel gestern nur an einen Fahrfehler mit der harten Kante beim hochfahren erinnern. So also Reifen runter und Schlauch und Mantel checken, nichts gefunden. Luft rein in den Schlauch. Hält. Also System wieder zusammengebaut und losgefahren. Hmmm oder doch nicht. Nach ein paar Kilometer Reifen verliert wieder Luft. Das Prozedere von vorne, nur diesmal den neuen Schlauch rein. Luft hält und hält. Dann ging es mit ziemliche Verspätung auf die Etappe.

Nach der üblichen unlustigen Ausfahrt aus einer Stadt war schon bald die Grenze nach Deutschland in Sichtweite. Und was in den ersten zwei Wochen nicht der Fall war, in Deutschland ist es dann wieder so typisch Deutsch eben. Es wird alles angeschrieben. Tor schließen, wegen der Afrikanischen Schweinpest. Auf dem Oderradweg angekommen die nächste Aktion. Mann runter von dem Weg der ist gesperrt siehst du nicht das wir hier arbeiten. Schön schieben hier vorbei. Ich wünschte den Herren einen schönen Guten Morgen. Nächste witzige Situation, die Ankündigung das auf den nächsten 6 Kilometern Mäharbeiten durchgeführt werden, so daß sich der Radler nicht erschreckt. Ist schon komisch was man so alles erlebt. Aber nun zur Etappe selbst. In Schwedt dann zur Sicherheit Ersatzschläuche gekauft. Und dann ging es auf dem Damm zwischen Oderkanal und der Oder und später nur an der Oder weiter. Unglaublich schönes Gebiet. Aber Abwechslung ist hier eher Fehlanzeige. Hier im Oderbruch bei den Seelower Höhen erfolgte die letzte große Offensive der Roten Armee im 2.Weltkrieg. Es war eine der größten Gefechte und auch das Entscheidende. Der Angriff begann am 16.April 1945, der Durchbruch gelang dann am 19.April und war das Tor zu Berlin und zum Ende des Krieges. Wenn man jetzt durch diese Landschaft fährt kann und will man sich das alles gar nicht vorstellen zu schön, ruhig und friedlich hier.

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